Produkt-Aussage

Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein.

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1. Abteilung: Die Gatower Heide

Am Feldrand, Aquarell in Bister, 31,5 x 26,5 cm

110 EUR

Hat er die Gans gestohlen? Holzschnitt, 49 x 54 cm

160 EUR

Herbst in der Gatower Heide, Aquarell, 23 x 16,5 cm

70 EUR

Kopfweiden, Aquarell in Bister, 31,5 x 26,5 cm

110 EUR

Morgennebel, Aquarell, 65 x 75 cm

270 EUR

Nach der Ernte, Aquarell in Bister, 31,5 x 26,5 cm

110 EUR

Schierling, Radierung, 37 x 42 cm

120 EUR

Weiter Blick, Aquarell in Bister, 31,5 x 26,5 cm

110 EUR

Gatower Flur, Aquarell in Bister, 31,5 x 26,5 cm

110 EUR

Alte Gatower Windmühle, Grafik, 33,5 x 43

65 EUR

Die Gatower Heide in Berlin

Blickt man vom Grunewaldturm - bis 1948 hieß er Kaiser-Wilhelm-Turm - in westlicher Richtung über die Havel, entdeckt man zwischen Wäldern und Feldern ein versteckt liegendes Dorf. Das ist Gatow an der Havel - Ortsteil des Berliner Bezirks Spandau! In der Ferne schließt sich die Döberitzer Heide im Land Brandenburg an.

(Sofern nicht anderes vermerkt ist, sind alle Fotografien von Heinz Hornig.)

Blick auf die Gatower Feldflur
Gatow: Kleine Badewiese und Windmühlenberg
Gatow: Villa Lemm am Havelufer

Die historischen Landkarte von 1928, die wir mit freundlicher Genehmigung des Verlags "Melchior - Historischer Verlag Wolfenbüttel" ( www.melchior-verlag.de) veröffentlichen dürfen, zeigt das Dorf Gatow an der Havel zu Spandau gehörend, gegenüber dem Grunewald und den Bezirken Charlottenburg und Zehlendorf.

Auf dem Kartenausschnitt  sieht man am Ostufer der Havel die Lage des Grunewaldturms auf dem 79 m hohen Karlsberg und am Westufer die Helleberge, die Rieselfelder, und das Dorf Gatow mit der  Bebauung entlang der Straße, dem Gut, der Kirche und dicht neben der Kirche das  Symbol für die Mühle auf dem Windmühlenberg - obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits abgebrannt war. Aber davon später!

 

Historische Landkarte von 1928 - Melchior Historischer Verlag
Ausschnitt: Gatow a.d. Havel - Melchior Historischer Verlag

Richtet  man den Blick weiter nach Süden, schließt sich, auf bewaldeten Hügeln gelegen,  Hohengatow an. Dieser Teil des Dorfes ist in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts entstanden. Es liegt auf einer während der letzten Eiszeit entstandenen Hügelkette namens Helleberge. Die Helleberge erreichen die beträchtliche Höhe von 74 m ü.d.M.

Blick auf die Gatower Heide
Große Badewiese und Hohengatow
Hohengatow

Die höchste natürliche Erhebung Berlins liegt übrigens am östlichen Stadtrand im Bezirk Köpenick: der Große Müggelberg mit 115 m ü.d.M. und zwischen diesen beiden imposanten Erhebungen liegt unsere Hauptstadt Berlin. Die Siegessäule ist zwar nur 67 m hoch, dafür haben wir aber noch den Fernsehturm mit 365 m Höhe. Von Berlin aus kann man also schon ganz gut weit sehen - ein guter Ort für unsere Regierenden!

Aber zurück zur beschaulichen Gatower Heide:

Durchquert man den Wald westlich von Hohengatow, stößt man auf eine vielseitige Landschaft: dichter Mischwald mit tiefen Senken, mit Feldern, Äckern und darin ein kleines Gebiet, das doch irgendwie an die Lüneburger Heide erinnert.

Wacholder in der Gatower Heide

Das ist schon erstaunlich, denn im Brandenburgischen versteht man unter Heide  vergleichsweise flache, teilweise unterbrochene Waldgebiete. Wo aber kommt der Wacholder her?

Die Ursache waren die Flugsicherheitsvorschriften der britischen Streitkräfte, die nach dem 2. Weltkrieg den alten Wehrmachtsflughafen Gatow besetzt hatten. Zwischen 1980 und 1987 mussten  für die Einflugschneise des Militärflughafens unzählige Bäume abgeholzt werden. Als Ersatz wurden in dem gerodeten Gebiet niedrig wachsende Bäume und Sträucher angepflanzt. Eigentlich sollten auf dieser gerodeten Fläche Liegewiesen entstehen. Eine Gruppe aktiver Spandauer und Gatower Bürger konnte dieses Vorhaben im Interesse des Naturschutzes glücklicherweise verhindern. So entstand diese kleine reizvolle Landschaft - zum Nutzen der Tiere und der Spaziergänger.

Noch ein Wort zum Flughafen Gatow: Während der sowjetischen Blockade 1948/1949 war neben dem Flughafen Tempelhof auch der Flughafen Gatow ein wichtiger Standort für die Versorgung der West-Berliner Bevölkerung durch "unsere Besatzer": Lebensmittel, Gebrauchsgegenstände und vor allem Brennstoffe für die Stadt wurden von den Alliierten eingeflogen. Dazu musste in Gatow eine Landebahn verlängert werden, eine zweite neu gebaut werden. Auf der Havel landeten Wasserflugzeuge mit Kohle beladen. Gatows Flughafen trug damit viel zur Rettung der West-Berliner Bevölkerung bei. Heute ist auf dem stillgelegten Flughafen das Luftwaffenmuseum zu besichtigen.

Ehemaliger Flughafen Gatow mit Tower

Gatower Felder

Nach dem Abstecher zum ehemaligen Flughafen geht es durch die Gatower Heide zu den Feldern und Äckern.

Landwirtschaft wird in Gatow seit dem Mittelalter betrieben. Gatow  gehört  zu den letzten Dörfern Berlins, in denen heute noch die Felder und Äcker von einigen Gatower Bauern bestellt werden. Anwohner und Besucher  können feldfrisches Gemüse, Fleisch und Eier in  Hofläden kaufen.


Zu einem Dorf, das 1258 erstmals urkundlich erwähnt wird, gehört natürlich auch eine Kirche. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut ist damit das älteste Bauwerk des Dorfes. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach erweitert und umgebaut.

Dorfkirche Gatow
Dorfkirche Gatow
Feldsteinmauer an der Dorfkirche

Gedenkstein für einen unbekannten Soldaten auf dem Friedhof Gatow

Bei der Restaurierung im Jahre 1935 wurde der Eingang zu einer Gruft mit 17 Särgen gefunden. Der alte Friedhof ist sehenswert Die Kirche hat heute den Status eines Baudenkmals.

Bockwindmühle Gatow vor 1921 (Postkarte im Privatbesitz)

Gatow hatte natürlich auch eine Mühle. Auf dem 52 m hohen  Kirchberg - heute Windmühlenberg - wurde um 1845 (Herzberg/Rieseberg: "Mühlen und Müller in Berlin", Düsseldorf 1987) eine Bockwindmühle errichtet. Müllermeister war seit 1848 Andreas Krause, dessen Nachfahren bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts eine Bäckerei und Konditorei im Dorf betrieben haben. Diese Angaben findet man in einem Artikel des "Spandauer Volksblatt" vom 22.04.1950. Eine alte Postkarte im Privatbesitz einer Gatower Bürgerin zeigt die Mühle auf dem Windmühlenberg im bereits erkennbaren Verfall mit Schieflage.

Brennende Gatower Windmühle, Foto: Landesdenkmalamt Bittner

Der Erhalt der Mühle war teuer und nach dem Ende des Ersten Weltkrieges befand sich die Mühle nicht mehr im besten Zustand. Da waren die Besitzer sicherlich erleichtert, als ein Charlottenburger Filmproduzent und Regisseur die Mühle als Requisit für seinen - vermutlich zweiten - Stummfilm kaufen wollte. Dieser Regisseur war kein geringerer als Richard Eichberg, Entdecker von La Jana und Lilian Harvey. Das Zeughaus-Kino im Deutschen Historischen Museum in Berlin widmete Richard Eichberg im Juli 2007 eine umfangreiche Präsentation alter Filme, darunter "Die keusche Susanne" - der Film, aus dem das Filmtraumpaar "Lilian Harvey/Willy Fritsch" .hervorging. Aber auch "Der Tiger von Eschnapur" oder "Das indische Grabmal" konnten noch einmal angeschaut werden (Weitere Hinweise unter www.dhm.de/kino/eichberg_wiederentdeckt.html).

Richard Eichberg benötigte für seinen Film "Die Liebesabenteuer der schönen Evelyne oder Die Mordmühle auf Evanshil."  (kein Tippfehler, sondern so auf der Zulassungs-Karte der Film-Prüfstelle Berlin vom 12. Dezember 1921 vermerkt!) eine Mühle. Denn in dieser Mühle spielte sich im 5. Akt des Dramas eine fürchterliche Szene ab:  Der gehasste Nebenbuhler wird unter einem Vorwand in die Mühle gelockt, der Brand gelegt, aber  in letzter Minute rettet die schöne Evelyne mit Hilfe ihres Bruders ihren Verlobten aus den Flammen. Der Mörder aber, von der Polizei in den nahen Büschen entdeckt, flüchtet sich in die Mühle, die kurz darauf explodiert.  Von diesem Geschehen gibt es sogar noch ein Foto.

Immerhin muss der Film so aufregend und dramatisch gewesen sein, dass die Zulassungs-Karte mit dem Vermerk schließt:

"Der Bildstreifen wird zur öffentlichen Vorführung im Deutschen Reiche zugelassen, darf jedoch vor Jugendlichen nicht vorgeführt werden."  Das war, wie bereits erwähnt im Dezember 1921. Und Zulassungs-Karten für Bildstreifen waren "öffentliche Urkunden im Sinne des § 267 Reichs-Strafgesetzbuchs".

So endete also die Gatower Mühle. Aber bald wird in Gatow wieder eine Bockwindmühle stehen, allerdings nicht auf dem Windmühlenberg. Dieser Standort ist zu einem Trockenrasengebiet mit seltenen Pflanzenarten geworden. Der Standort steht heute unter Naturschutz.

Ein Gatower Gastwirt hatte die Idee, in Gatow wieder eine Mühle aufzubauen. Diese Idee wurde von anderen Gatower Bürgern aufgegriffen. Auf der Suche nach einer geeigneten Bockwindmühle wurde man mit Hilfe der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V. fündig. In Wriezen lagerte eine zerlegte Bockwindmühle,  die verkauft werden sollte.

War die Geschichte der alten Mühle dramatisch, so ist die Geschichte der neuen alten Mühle auch nicht ohne Spannung.

Geschichte der Bockwindmühle Metzelthin

(Recherche: Ingo Marquardt, Heinz und Eva Hornig mit freundlicher Genehmigung der ehemaligen Besitzer Fam. Lieberenz/Metzelthin)

Das Dorf Metzelthin in der Ostprignitz - nahe dem bekannteren Neustadt an der Dosse - hat eine wechselvolle Geschichte. Bereits 1160 wird ein Marod von Musilthin als einer der Ritter und Lehnsvasallen der Grafen von Lindow und Ruppin erwähnt. In Urkunden der Stadt Wusterhausen findet sich der Hinweis, das "Mutzelthin bzw. Mützelthin" vier Rittergüter besaß. Diese Rittergüter wechselten in den Jahrhunderten häufig ihre Besitzer. 1724 gehörten sie auch zeitweise der Familie von Zieten. Heute ist ein Gutshaus erhalten, das nach der Wende 1997 von einem Berliner Ehepaar gekauft und restauriert wurde.

Aber in Metzelthin gab es auch eine Bockwindmühle und die gehörte bis zum Jahr 1997 Rudolf Lieberenz, der mit seiner Frau in Metzelthin wohnt. Die Familie lebt seit mindestens vier Generationen in Metzelthin.

Bockwindmühle Metzelthin um 1930 (mit Genehmigung der Fam. Lieberenz)

Vor ihm waren bereits drei Generationen im Besitz der Mühle gewesen. Daher kann man annehmen, dass sie um 1790 im Auftrag des damaligen Gutsherrn von Metzelthin errichtet worden ist. Sicher ist aber, dass der Bau der Mühle noch vor 1800 stattfand.

Knapp ein Jahrhundert später, nämlich 1870, wurde vermutlich eine größere Reparatur vorgenommen, denn diese Jahreszahl ist auf der Rutenwelle (Flügelwelle) eingeschnitten.

In der Mühle haben bis etwa 1920 stets drei Müllergesellen gearbeitet.

Die Mühle verlor um 1935 zwei ihrer vier Flügel. In diesem Zustand wurde sie bis 1944 betrieben. Dann wurde sie auf den Antrieb durch einen Elektromotor umgerüstet; im selben Jahr wurden die letzten beiden Flügel demontiert.

Die Mühle war bis 1953 in Betrieb. Funktionäre der damaligen SED-Kreisleitung hatten vom Müller zusätzlich zum Mühlenbetrieb die Haltung von 20 Schweinen verlangt, um Schrotabfälle zu verwerten. Weil er das ablehnte, wurde ihm das Mühlen-Gewerbe entzogen. Deshalb konnte er danach die Mühle nur noch für den eigenen Bedarf betreiben. Der Verfall der Mühle war danach nicht mehr aufzuhalten.

Bockwindmühle Metzelthin 1992 (mit Genehmigung der Fam. Lieberenz)
Bockwindmühle Metzelthin 1992 (mit Genehmigung der Fam. Lieberenz)

Grundsanierte Windmühle Metzelthin 1997 (mit Genehmigung der Fam. Lieberenz)

Nach der Wende kamen viele Besucher, die an Teilen der Mühle - vielleicht auch als Souvenirs -interessiert waren. Der Eigentümer wollte die Mühle aber nicht "ausschlachten" lassen. Im Jahr 1992 tauchte ein "Investor" auf, der die Mühle restaurieren und zu einer Touristenattraktion mit entsprechenden Einrichtungen ausbauen lassen wollte. Er kannte sich gut mit Fördermitteln aus, hatte aber dem Eigentümer verschwiegen, dass 50% der Fördergelder "gegenfinanziert" werden müssen, d.h. der Eigentümer hätte die gleiche Summe der eingesetzten Fördermittel noch einmal aufbringen müssen. Glücklicherweise wurde das Ehepaar Lieberenz gerade noch rechtzeitig auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Es gelang ihnen, die laufenden Anträge zu stoppen, das Projekt zu beenden und eine erste Forderung in Höhe von 40.000 DM abzuwenden. Der Tätigkeit dieses "Investors" ist aber wenigstens ein positiver Umstand zu verdanken: es liegt ein umfangreicher Ordner mit vielen Detailaufnahmen der Mühle im Zustand von 1992 nebst Konstruktionszeichnungen vor. Dieser Ordner befindet sich im Besitz der Mühlenvereinigung Berlin-Brandenburg e.V.

Um die Fördermittel vom Land und vom Bund zu erhalten, wurde die Mühle unter Denkmalschutz gestellt. Das war trotz des sichtbaren Verfalls möglich, denn das Holz war altes aber gutes Holz und nicht wurmstichig.

Wieder vergingen Jahre, bis 1997 sich erneut ein Interessent meldete. Ein Vertreter des BBV Wriezen e.V. (Bildungs- und Beschäftigungsverein, also ein sog. Freier Träger) wollte die Mühle kaufen und sie im Oderbruch, in der Gegend zwischen Altreets und Zollbrücke als Touristenattraktion im Rahmen einer ABM-Maßnahme aufbauen.

So wurde die Metzelthiner Bockwindmühle abgebaut und in einer Halle des Wriezener Güterbahnhofs gelagert. Den Hausbaum brachte man schon weiter ins Oderbruch nahe Zäckeritzer Loose.

Von dort wurde die zerlegte Mühle von Gatower Bürgern im September 2004 mach Gatow transportiert. Mit Hilfe des Bezirksamtes Spandau, den Auszubildenden einer Spandauer berufsbildenden Schule (Oberstufenzentrum Bautechnik I) und unter Einsatz von Lottomitteln hat der Aufbau der Bockwindmühle aus Metzelthin in Berlin-Gatow begonnen. 

Soviel zu den Bockwindmühlen in Gatow.

Ein  weiterer bestimmender Faktor des Gatower Landschaftsbildes sind die ehemaligen Rieselfelder. Sie dienten der einst reichen Stadt Charlottenburg (heute Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) zur Verrieselung ihrer Abwässer. Die Rieselfelder wurden bis Mitte der 70 Jahre des letzten Jahrhunderts - also über acht Jahrzehnte - genutzt. Danach entbrannte ein heftiger Streit über die Nutzung der Flächen. Ein jahrelanger Kampf engagierter Bürger konnte die Landschaft retten, so dass sie 1987 unter Landschaftsschutz gestellt wurde.

Aufgrund des Formen - und Artenreichtums wurde die gesamte Gatower Feldflur 1992 zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.

Die folgenden Fotografien sind nur einige wenige Beispiele für den Abwechslungsreichtum dieser Landschaft.

Von den Rieselfeldern führt ein Feldweg in Richtung Süden zu den Feldern und Äckern. An diesem Weg - er heißt Triftweg -  stehen an die hundert Kopfweiden, darunter sehr, sehr alte Gesellen, wie man an den knorrigen Stämmen, teilweise mit tiefen vernarbten Wunden, erkennen kann. Die Kopfweiden sind Lebensraum für viele Vogel- und Insektenarten, die auf die Höhlungen und das abgestorbene Holz angewiesen sind. Da die Weidenruten heute nicht mehr Verwendung im Korbflechthandwerk oder beim Bau von Wänden finden, müssen die Bäume von Naturschutzgruppen geschnitten werden, da sich durch den Auswuchs ihre Statik verändert und sie damit sturmgefährdet sind. Die Pflege dieser Bäume ist eine harte Arbeit und verdient höchste Anerkennung.

Nun noch ein Wort zu Reineke Fuchs. Neben Rehen, Wildschweinen  und Hasen lebt er nicht nur in der Gatower Heide. Er hat keine Scheu, einen Bau auf einem bewohnten Grundstück anzulegen. Des Nachts wandert er durch die Gärten und holt sich das Spielzeug der hier lebenden Hunde. Eine Anwohnerin hat kürzlich das im Garten vergessene Gummispielzeug ihres Hundes am nächsten Morgen mitten auf der Straße liegend gefunden.

Und das alles gibt es 25 Busminuten vom Bahnhof Zoo entfernt!

Besucher finden Orientierungshilfen durch Wanderkarten, die demnächst noch häufiger zu finden sein werden.

Bei einer Wanderung durch die Heide oder an der Havel bietet sich aus verschiedenen Perspektiven und damit immer wieder überraschend der Blick auf den Grunewaldturm am anderen Ufer der Havel. Damit ist der Ausgangspunkt der Betrachtung Gatows wieder erreicht.

Wanderkarte am Breitehornweg, Hohengatow
Blick von Gatow auf den Grunewaldturm

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