Produkt-Aussage

Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein.

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Kräuter und Klostermedizin

Meine Bilder zu diesem Thema finden Sie in der Galerie. Blättern Sie in den Seiten, vergrößern Sie die Bilder. Jedes Bild trägt auf seiner Rückseite einen Text, der Auskunft über die Verwendung des jeweiligen Krautes zur Zeit des Mittelalters gibt. Sie erfahren aber auch, welche Wirkstoffe für die Heilungskraft der Pflanze verantwortlich sind und wo diese Kräuter noch heute verwendet werden.

Wenn Sie diesen Texte lesen möchten, klicken Sie auf die nachfolgend aufgeführten Bildtitel!

Eisenhut    ---    Oregano    ---    Königskerze    ---    Johanniskraut    ---    Lavendel

Melisse    ---    Minze    ---    Himmelsschlüssel    ---    Salbei    ---    Wermut

Eisenhut, Hinterglastechnik,58,5 x 38 cm

210 EUR

Oregano, Hinterglastechnik, 18 x 16 cm

40 EUR

Königskerze, Hinterglastechnik, 58,5 x 38 cm

190 EUR

Johanniskraut, Hinterglastechnik, 18 x 16 cm

40 EUR

Lavendel, Hinterglastechnik, 18 x 16 cm

40 EUR

Melisse, Hinterglastechnik, 18 x 16 cm

40 EUR

Minze, Hinterglastechnik, 18 x 16 cm

40 EUR

Himmelsschlüssel, Hinterglastechnik, 18 x 16 cm

40 EUR

Salbei, Hinterglastechnik, 18 x 16 cm

40 EUR

Wermut, Hinterglastechnik, 18 x 16 cm

40 EUR

Kräuterheilwissen im Mittelalter

Das Mittelalter, die Epoche zwischen Altertum und Neuzeit, umfasst die Zeit vom  Untergang des Römischen Reiches im 5 Jh. bis zum Ende des 15. Jh., als zahlreiche Erfindungen und Entdeckungen sowie die Reisen des Kolumbus das Weltbild der Menschen entscheidend verändert haben.
Mit dem Untergang der Stadtkulturen der Antike versanken Bildung und Kultur und damit das Wissen der antiken Ärzte im Chaos der Zeiten.  Zwischen den Jahren 541 und 740 überzog die Pest - aus Äthiopien kommend - in insgesamt 14 Seuchenzügen die Mittelmeerländer und dann ganz Europa.
Die frühen Christen lehnten das Heilwissen der Antike ab, es galt als heidnisch. Über einige Jahrhunderte glaubten die Christen, die Heilkunde sei ein lästerlicher Eingriff in den göttlichen Heilsplan. Es war die Zeit der Wunderheilungen. Das Volk, lese- und schreibunfähig in dieser Zeit, glaubte an Magie und Zauberei.

Weltkarte des Fra Mauro, 14. Jh., Italien
Weltkarte des Fra Mauro, 14. Jh., Italien
Arzt beim Aufstechen von Pestbeulen,
Arzt beim Aufstechen von Pestbeulen,

Aber es gab auch „die anderen Christen“. Einer von ihnen, der später heilig gesprochene Benedikt von Nursia (um 480 – 547, Gründer des Kloster Montecassino), der das Elend der damaligen Zeit in seiner ganzen Schrecklichkeit erlebt hatte, verfasste mit der „regula benedicti“ Ordensregeln, die prägend für das Klosterleben der röm.-kath. Kirche wurden. Im 36. Kapitel verlangte er, dass die Pflege der Kranken und Schwachen zur Aufgabe der Ordensmitglieder gemacht wurde:
„Die Sorge für die Kranken muss vor und über allem stehen: man soll ihnen so dienen, als wären sie wirklich Christus; hat er doch gesagt: ‚Ich war krank, und ihr habt mich besucht’, und: ‚Was ihr einem dieser Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.’ Aber auch die Kranken mögen bedenken, dass man ihnen dient, um Gott zu ehren; sie sollen ihre Brüder, die ihnen dienen, nicht durch übertriebene Ansprüche traurig machen.“
Die Klöster entwickelten sich zu Zentren mittelalterlicher Heilkunde. In den Klosterbibliotheken studierten die Mönche Schriften, die noch das reiche medizinische Wissen der Antike bewahrten. Grundlage der Heilbehandlungen waren die Kräuter, sofern es sich nicht um sog. chirurgische Eingriffe wie Augen-Starstechen, Adererlass oder das Aufstechen der Pestbeulen handelte.
Sehr früh schon entstanden Schriften über  Heilkunde, die den Mönchen Anleitungen zur Heilbehandlung gaben.
Eines der ersten Heilkräuterbücher des Abendlandes ist das „Lorscher Arzneibuch“, um 795 im Benediktinerkloster Lorsch bei Worms niedergeschrieben. Es enthielt u.a. 780 Rezepte zur Heilbehandlung,  von denen noch 482 erhalten sind.
Um 827 schrieb der Mönch Wahlafried Strabo, Abt des Klosters Reichenau das berühmte Gartengedicht , das als „Hortulus“ bekannt geworden ist. Darin werden ausführliche Anleitungen zur Anlage von Klostergärten, zur Anzucht und Pflege der Pflanzen sowie ihrer Verwendung in der Heilkunde gegeben.
Das bekannteste Heilkräuterbuch des Mittelalters  aber war der „Macer floridus“, dessen Entstehungszeit nicht eindeutig zu bestimmen ist. Auf jeden Fall ist es nach dem „Hortulus“ entstanden, denn die Aussagen des Wahlafried Strabo werden kritisch betrachtet.

Pflege eines Kräutergartens, Handschrift aus dem 15. Jh.
Pflege eines Kräutergartens, Handschrift aus dem 15. Jh.

Chirurgische Instrumente, medizinisches Handbuch des Mittelalters
Chirurgische Instrumente, medizinisches Handbuch des Mittelalters

Später - nach 1150 - schrieb Hildegard von Bingen ihre heilkundlichen Kenntnisse nieder. Hildegard von Bingen setzte sich in ihren Schriften mit der Humoraltherapie (Lehre vom System der vier Körpersäfte) der Antike wie mit der Heilwirkung der Pflanzen auseinander.
Das Wissen um die Wirkung der Heilkräuter war für das Mittelalter von immenser Bedeutung, stellte es doch die damals einzige Hilfe für die Menschen bei vielerlei Krankheiten dar. Bis zur Ausbildung von Ärzten sollte noch lange Zeit vergehen, wenn auch mit der „Schule von Salerno“ um 1150 ein erster Anfang gemacht worden war. Im Jahre 1231 wird mit dem Erlass Kaiser Friedrich II. ein entscheidender Schritt zur Verbesserung der Ärzteausbildung getan: Friedrich II. ordnete an, dass „ in Zukunft niemand mehr unter dem Deckmantel des ärztlichen Titels praktizieren soll, wenn er nicht vorher in Salerno,  im öffentlichen Disput von Professoren, durch eine Prüfung bestätigt ist.“  Weitere Auflagen erhielten die Chirurgen, die mit einfachsten Instrumenten am Kranken oder Verletzten arbeiten mussten. Die Narkose kam erst im 19. Jahrhundert auf!


Küche im Spätmittelalter, Holzschnitt von J. Fischauer
Küche im Spätmittelalter, Holzschnitt von J. Fischauer

Bis zur Entwicklung der modernen Pharmazie mussten aber noch vier Jahrhunderte vergehen. Und dann wieder ein Jahrhundert später – nämlich mit der Einführung des Arzneimittelgesetzes 1976 in der Bundesrepublik Deutschland – nimmt man sich der Wirkung der Heilkräuter aus moderner medizinwissenschaftlicher Sicht an. Die moderne Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) ist seit 1978 in Deutschland eine anerkannte Besondere Therapieform im Sinne des Sozialgesetzbuches. Seit 1978 bekennt sich der deutsche Gesetzgeber im Arzneimittelgesetz zum Wissenschaftspluralismus der Medizin.  Das „Komitee Forschung Naturmedizin e.V.“  erforscht die Wirkung der Heilkräuter, um tragende Konzepte für eine wissenschaftlich begründete Therapie zu finden.
Die Heilkräuter haben bis heute noch nicht all ihre Geheimnisse preisgegeben.
Kräuter  haben aber noch eine ganz andere Rolle gespielt.
Sie dienten in der Küche zur Verbesserung der Speisen. Das Nahrungsangebot im Mittelalter war in der Auswahl begrenzt. Der einfache Mensch  musste mit Getreideprodukten, vorwiegend Roggen, Gerste und Hafer vorlieb nehmen. Gemüse stand selten auf dem Speiseplan, dafür aber Hülsenfrüchte. Fleisch gab es nur sehr selten. Dazu schlachtete man das wenige Vieh im Stall: Schwein, Ziege, Schaf. Im Hausgärtchen zog man Kräuter, um den Geschmack der Speisen zu verbessern.
 Anders sah es an den Höfen der Fürsten und des Adels aus: Hier waren Fleisch und Fisch in großer Vielfalt üblich. Man aß Pferd, Rind, Hühnchen, Schaf und Forellen, Hechte, Aale, alles stark gewürzt mit den heimischen Kräutern und mit den kostbaren Gewürzen aus dem Orient. Der Verbrauch an Kräutern und Gewürzen soll immens gewesen sein, denn sie wurden auch den Speisen zugegeben, um den unangenehmen Geruch des beginnenden Verderbs zu überdecken. Möglichkeiten der Konservierung von Lebensmitteln waren ja nur in sehr beschränktem Maße vorhanden. Der Wein war ebenfalls stark gewürzt, denn seine Qualität war damals sehr gering. Auch der Met aus gegorenem Honigwasser wurde mit Hopfen und Salbei versetzt.
Unser heutiges Angebot an Nahrungsmitteln hat sich erheblich verändert und erweitert, aber eine Küche ohne Kräuter ist auch heute nicht vorstellbar.

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