Produkt-Aussage
Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein. Ja, wir finden auch, dass man über die Copy noch mal reden sollte. Das hier kann es jedenfalls nicht sein. Das klingt ja wie auf dem Totenbett getextet. Da muss wesentlich mehr Produktaussage rein.
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Radiernadeln - Kleine Werkzeugkunde für Radierer
Eine Radiernadel ist ein Feinwerkzeug. Die eigentliche Arbeitsspitze - der Bereich, in dem sie wirklich beansprucht wird - hat nur wenige Zehntelmillimeter Länge. Man muss die Spitze etwa zehnfach vergrößert betrachten, um überhaupt eine räumliche Vorstellung von diesem winzigen Etwas zu bekommen.
Bei der Ausführung einer Kaltnadelarbeit hängt es von diesem Winzling wesentlich ab, ob
- man sich beim Ritzen mehr oder weniger schinden muss
- der typische Kaltnadeleffekt im späteren Druck wirklich gut hervortritt
- die Nadel alle 10 Minuten oder alle zwei Stunden nachgeschliffen werden muss.
Vom Schleifzustand und natürlich auch von der Härte dieser kleinen Spitze hängt es auch ab, wie die Nadel sich durch den Werkstoff der Tiefdruckplatte "pflügt"; bzw. wie sicher sie bei Strichätzungen den Ätzgrund durchritzt.
Obwohl also vom Zustand der Radiernadel in hohem Maße das Gelingen einer Tiefdruckarbeit abhängt, wird über wünschenswerte Werkstoffeigenschaften und das zweckmäßige Schleifen in entsprechenden Anleitungsbüchern häufig nur wenig, nicht selten auch gar nichts mitgeteilt. Doch das war nicht immer so.
Die "Illustrierte Encyklopädie der graphischen Künste und der verwandten Zweige" von Alexander Waldow, Leipzig, 1884, informiert über das Thema Radiernadel erstaunlich ausführlich (und gibt zugleich einen Einblick in das Werkzeugangebot von damals):
"Radiernadel
auch Schneidnadel, das Instrument, mit dem bei der Radiermanier in der Kupferstecherkunst die Zeichnung auf die grundierte Kupferplatte durch den Grund eingerissen wird. Zwar lässt sich jede gute englische Nähnadel oder feine Uhrmacher-Reibahle, in ein passendes Heft gefasst, in eine R. umwandeln, doch sind in jeder Werkzeughandlung richtig geformte englische R. zu haben. Die Nadel wird am besten in ein Heft von poliertem harten Holze von der Dicke und der Form eines mittelstarken Bleistifts, das nach unten zugespitzt ist, gefasst, so dass die Spitze nur 12 bis 18 mm lang aus dem Heft hervorsteht. Zum Schleifen ist höchste Vorsicht, Aufmerksamkeit und Geduld nötig, um sie bis zur äusserst feinsten Spitze genau rund zu schleifen, damit sie, man drehe sie in welcher Richtung man wolle, immer einen völlig gleich starken oder feinen Strich gibt. Dann poliere man sie auf das sauberste, so dass auch die feinste Spitze nicht auf dem Metall kratzt, sondern sich leicht und glatt nach jeder Richtung führen lässt. Dies geschieht auf einer sogenannten Streichschale von glatt gehobeltem, mit geschlemmtem Blutstein eingeriebenen Linden- oder Birkenholz.
Für die sich in ihrer Stärke verschiedenartig abstufenden Striche sind verschiedene Nadeln von der feinsten bis zur ziemlich stumpf abgerundeten anzuschleifen. Für ganz starke Linien dient auch die Echoppe der Franzosen, welche dadurch gebildet wird, dass man die Nadelspitze flach und schief querdurch abschleift, womit man dann, je nachdem man die Nadel dreht, willkürlich bald feinere, bald stärkere Linien machen kann. Um die richtige Rundung der R.-Spitze zu erzielen, ist eine am Ende. Des Schleifsteins eingerissene Kerbe oder Rinne zweckmäßig, in welcher die Nadel, bei fortgesetztem, regelmäßigen Drehen zwischen den Fingern, zugleich vorwärts und rückwärts bewegt wird. Um die höchste Feinheit zu erreichen, bewegt man die Nadel auf der glatten Fläche des Steins, bei immer fortgesetztem Rundumdrehen, bald von der Rechten zur Linken, bald umgekehrt, außerdem noch nach allen Richtungen, auch in ovalen und zirkelförmigen Wendungen, indem man die Nadel weniger aufdrückt, als leise spielend bewegt. Um die noch etwa gebliebenen Stellen, wo die Nadel auf der grundierten Platte nicht glatt läuft, sondern noch kratzt, wegzubringen, bewegt man sie in erwähnter Art, wie auf dem Stein, nur mehr und zuletzt ganz gegen die Spitze gerichtet, auf einer glatten Glasscheibe, aber ebenfalls nur leise spielend, bis keine solche Kante mehr fühlbar ist. Zweckmäßig ist es auch, an jedem Ende des Hefts eine verschieden starke Spitze zu haben, um nicht die eine Nadel wegzulegen und eine andere aufzunehmen, sondern die verlangte durch schnelles Umdrehen gleich zur Hand zu haben."
Diese nun über hundert Jahre alte Arbeitsanleitung macht deutlich, wie sich die handwerklichen Ansprüche in der Ausübung der Radiertechnik bis heute verändert haben: Dem Handwerkzeug, das an der Bearbeitung einer Radierplatte den größten Anteil hat, wird (gewöhnlich) die geringste Aufmerksamkeit zuteil, gemessen an den unerlässlichen Überlegungen, die dem Ätzgrund, dem Ätzverfahren, der Einfärb- und Auswischtechnik, dem Papier und dem Drucken selbst gelten.
Zwar ist die Benutzung einer Lupe zur Beurteilung des Zustands der Druckplatte einigermaßen üblich; höchst selten aber sieht man, dass das Schleifen einer Radiernadel mit der Lupe kontrolliert wird.
Drei Dinge braucht man zum Schleifen:
- eine Uhrmacherlupe mit dem Vergrößerungsfaktor mindestens 10,
- einen feinen Öl-Abziehstein, z.B. Arkansas-Stein und
- Maschinenöl in einem Kunststofffläschchen mit Dosierhals - sauberes Motoröl geht auch, wenn nichts anderes da ist.
Unerlässlich sind wiederholte Ritzproben, notfalls auf der Rückseite der Druckplatte.
Welche Anforderungen müssen Radiernadeln erfüllen?
Bei Strich-Ätzradierungen muss die Nadelspitze den Ätzgrund durchdringen und das Plattenmetall freilegen. Das gelingt nur dann, wenn die Spitze rundherum korrekt geschliffen ist, so dass sie auch das Metall noch anritzt. Bei unscharf geschliffener oder bereits abgerundeter Spitze kann der radierte Strich scheinbar wie durchgeritzt aussehen; bei Betrachtung mit der Lupe könnte sich jedoch zeigen, dass die Metalloberfläche doch nicht durchgehend freigelegt wurde (was vor allem bei dünn aufgetragenem oder bei hellem Ätzgrund vorkommen kann).
Für Kaltnadelarbeiten dagegen gelten besondere Bedingungen:
- Der Plattenwerkstoff muss überhaupt fließfähig, also weich genug sein, wie z.B. Kupferblech "halbhart" oder bestimmte Kunststoffe.
- Die Nadelspitze sollte möglichst scharf/spitz auslaufen, damit sie mit geringem Widerstand "tief" in den Werkstoff eindringen kann,
- Sie sollte so glatt (blank) wie möglich sein, damit das gleichmäßige Herausfließen des von der Nadelspitze verdrängten Plattenwerkstoffs begünstigt wird, der den Grat bildet, der dann im Druck den typischen Kaltnadelstrich erzeugt.
- Die Spitze sollte allseitig auf runde Form geschliffen sein
Der jeweils "günstige" Spitzenwinkel ist in Winkelgraden kaum anzugeben, auch weil der winkelgenaue Anschliff eine professionelle Maschinenausstattung voraussetzt und weil die Winkelgröße von mehreren Faktoren abhängt. Das sind hauptsächlich:
- die Fließfähigkeit des Plattenwerkstoffs
- das Verhältnis zwischen Härte und Zähigkeit des Nadelwerkstoffs an der Spitze (je größer die Härte, um so geringer die Zähigkeit, um so größer aber auch die Gefahr, dass die Spitze bei stärkerem Druck wegbricht.)
- die Andruckkraft der Hand beim Ritzen und der "Druck" der Hand
- Verlauf und Feinheit der Schleifriefen an der Spitze
Weil es also wenig sinnvoll ist, die Größe des Spitzenwinkels anzugeben, ist es einfacher, die Folgen von ungünstigen Spitzenwinkeln zu beschreiben:
A. Wenn die Spitze zu schlank geschliffen wurde: Die Nadelspitze bricht ab - meist mit leisem "Knacks" - kaum zu hören und zu sehen; nur das Radiergefühl ist plötzlich rauh und die Nadel gleitet schlechter als vorher und dringt weniger gut in den Werkstoff ein.
B. Wenn die Spitze zu stumpf geschliffen wurde: Die Nadelspitze dringt weniger tief in die Platte ein; hoher Kraftaufwand; Rillenprofil in der Platte flach und breit; Farbauftrag des gedruckten Striches zu schwach.
C. Rundheitsfehler: Wenn beim Anschleifen Abweichungen von der kegelig-runden Spitzenform entstanden sind, z.B. ovale Form oder einzelne kleinste Flächen am Umfang des Kegelmantels an der Spitze. Dadurch folgt die Nadel beim Ritzen nicht der gewünschten Richtung, sondern "geht eigene Wege", was das freizügige Arbeiten stört. Rundheitsfehler entstehen, wenn die Nadel beim Schleifen nicht gleichmässig gedreht wird; Flächen entstehen, wenn die Nadel abrupt an die Schleifscheibe angesetzt oder von ihr abgehoben wird. Je gröber die Schleifscheibe, desto leichter entstehen Rundheitsfehler und Umfangsflächen!
Wird trotz richtigen Anschliffs die Nadel schnell stumpf (muss also häufig nachgeschliffen werden), ist der Nadelstahl ungeeignet oder er wurde nicht optimal gehärtet oder die Spitze wurde beim Schleifen durch zu hohen Andruck enthärtet (ist blau angelaufen).
Abhilfe: Die Spitze mit geringem Druck an der Schleifscheibe abschleifen und erneut spitz anschleifen. Voraussetzung ist, dass es sich überhaupt um geeigneten Nadelstahl handelt.
Das Nachschleifen an der Motorschleifscheibe erfordert viel Erfahrung. Ungeübte haben damit keinen Erfolg. Außerdem drohen Unfallgefahren!
Bei umfangreichen Kaltnadelarbeiten, die sich über viele Stunden hinziehen können, sind Nadelverschleiß und wiederholtes (sorgfältiges) Nachschleifen ein lästiges und zeitraubendes Problem.
Die einzig sinnvolle Abhilfe sind lose Radiernadelstifte mit Klemmhalter
Radiernadelstifte gibt es in drei Werkstoff-Qualitätsgruppen und in je zwei Schleifqualitäten*:
- unlegierter oder niedriglegierter Werkzeugstahl, der seine Härte hauptsächlich durch Kohlenstoffzusatz bei der Stahlherstellung bzw. geringe Legierungszusätze und durch "Härten" erhält (handelsübliche Radiernadeln)
- hochlegierter Werkzeugstahl, legiert hauptsächlich mit Wolfram, aber auch mit Chrom und Molybdän, z.B. HWS (Hochleistungs - Werkzeugstahl, ein Begriff aus der Zerspanungstechnik)
- Hartmetall - früher "Widia" (wie Diamant), besteht überwiegend aus Wolframkarbid, eines der härtesten technischen Metalle.
*Schleifqualität I: Fein-Rundschliff an Diamantscheibe
*Schleifqualität II: Wie I, jedoch zusätzlich mit diamantpolierter Spitze in Spezialform zur Verminderung der Bruchgefahr
Die drei Werkstoffgruppen unterscheiden sich wesentlich in der Härte und Verschleißfestigkeit oder Standzeit (die Gebrauchszeit bis zum nächsten notwendigen Schleifen).
Je härter Nadelstähle sind, desto länger ist ihre Standzeit, aber: desto größer ist die Bruchneigung.
Beim Einsatz von Nadelstiften kann so verfahren werden:
Man legt sich größere Stückzahlen zu: bei weicheren, billigerem Stahl mehr, bei teureren Stählen (HWS und Hartmetall) weniger. Man sammelt die stumpfen Nadeln und schickt sie zum erneuten Scharf-Spitz-Schleifen ein.
Anmerkung: Bei den einzeln abgebildeten Spitzen beträgt die Länge des dargestellten Teils ca. 2 mm.




